11is lebt
...oder die eingebildeten Kranken



Soundtrack: DJ Tiesto
Stimmung: schlumpfig.



Montag: Wie wir letzte Woche schon berichtet haben, scheint in Spanien zwar die Sonne jeden Tag 24 Stunden. Trotzdem kann es hier aber manchmal auch vorkommen, dass Regen vom Himmel fällt. Dummerweise ist das zu Beginn dieser Woche ziemlich oft der Fall. Wir sind also am Montag wieder mal in der UNI (groß geschrieben, damit insbesondere unsere ehemaligen Beziehungsberechtigten an dieser Stelle aufhorchen). Da gibt's wieder mal ein Fußballspiel unseres umjubelten Uniteams, das wir beim letzten Mal durch unsere Dribbelkünste ins Viertelfinale bombten. Diesmal läufts leider nicht so gut. Jo haut zwar ein fettes Goal in die Kiste, das reicht aber nicht. So gehen wir leider 2:5 unter. Noch dazu werden wir dermaßen nass dass es gar nicht nasser geht. Trotzdem entschließt sich Flo noch zum Schwimmclub zu fahren und wird auf dem Rückweg - war vorherzusehen - zum dritten Mal nass.
Man merke sich die Beschreibung dieses Tages, denn das wird im Verlauf der folgenden Tage noch eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.

Spaß am Dienstag: Krasse Uniaction ist angesagt. Ein spanischer Italiener aus Rom führt uns in die geheimnisvolle Welt verschiedener Marmorsorten in der Archäologie ein. Der Kerl ist recht korrekt und wir lernen tatsächlich was. Danke.

Mittwoch: siehe Dienstag. Ohne Quatsch.

Donnerstag: Das Elend nimmt seinen Lauf. Man lese sich noch mal die ausführliche Beschreibung des Montags durch. Zuviel Kälte und Feuchtigkeit zum verkehrten Zeitpunkt führt bekanntermaßen zu Erkältungen. Genau das denken wir uns auch und werden also ganz schön erkältet. So erkältet, dass wir kaum noch was machen können. Genaugenommen liegen wir nur im Bett und rufen uns ab und zu mal "He, que pasa?" zu. Wir müssen sogar auf unseren heißgeliebten Austauschschuppen "Doblon" verzichten.

Freitag: Unsere körperliche Schwächung setzt nicht aus. Trotzdem finden wir uns abends in der "Carboneria" ein, um den Ausstand von Anna aus Dänemark zu feiern.

Samstag: So, jetzt kommt endlich mal was Interessantes. Unser Haus dessen Obermieter, also quasi unser belgischer Mitbewohner schmeisst ne Party. Wo? - natürlich wieder mal aufm Top vonne Roof. Weil der keine Freunde hat, besorgen wir die Leute. Und die Getränke. Und die Musik. Und das Licht. Er macht dafür die obszönen Witze. Es ist zwar etwas schlumpfig kalt, macht aber nix. Als sich die Stimmung zum Siedepunkt steigert, verlagern wir das Spektakel mal wieder in unsere Bude (nein, nicht in die Belgenbude sondern in unsere obwohl es eigentlich seine Party war!). Für uns heißt das zwar mal wieder "Aufräumen am Sonntag", aber macht auch nix. Man tanzt und unterhält sich in einem babylonischen Sprachengewirr. Als die letzten Mondstrahlen über die Zinnen der Kathedrale klettern, macht sich ein Großteil zum Heimweg bereit. Aber da gibt's ein Hindernis: Am Ausgang unseres Hauses wartet eine Meute halbstarker Spanier. 15 gröhlende Jugendliche wollen anscheinend die Reste unserer Party stürmen. Da wir diesem Vorhaben eher mit Abneigung gegenüberstehen, scheint eine Konfrontation unausweichlich. Glücklicherweise beschwichtigt Alberto (einer unser Lieblingsspanier) die Möchtegern-Prolos und rettet dadurch die Situation.

...womit wir also am heutigen Sonntag: angekommen wären. Heute ist MUTTERTAG. Für alle die das vergessen haben, bitte noch ANRUFEN! Und BLUMEN KAUFEN! Außerdem kommt dem Jo sein Kumpel der Kümpel zu Besuch. Wie seine Vorgänger hat auch er wieder einige nützliche Dinge aus den fernen Gefilden unser Heimat mitgebracht; unter anderem neue Jägersauce für deutsche Kochabende und ne Discokugel als nachträgliches Geburtstagsgeschenk für unsere alte Sprachschule deren Homie-Sekretärin Bélen. Bien.